Transferprojekt mit Insiders Technologies GmbH

Zusammenfassung

Dieser Bericht fasst die Tätigkeiten und Ergebnisse eines Projekts zusammen, das im Kontext der Transferstelle für den Softwarecluster Rheinland-Pfalz von den Partnern Insiders und Fraunhofer IESE durchgeführt wurde.

In diesem Projekt wurde die sehr häufige Problemstellung angegangen, dass existierende Software nicht flexibel genug einsetzbar ist. Dieses Dokument stellt sowohl die Vorgehensweise wie auch die beispielhaften Ergebnisse des Projekts dar und erlaubt somit auch die Anwendung durch andere Firmen mit ähnlichen Herausforderungen.

Insiders hat mit smart FIX ein Produkt zur Dokumentenanalyse am Markt. Zur Erweiterung des Produkt- und Lösungsportfolios und der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sollen zentrale Technologien aus diesem Produkt in eine Reihe von leichtgewichtigen Technologiemodulen überführt werden. Diese sollen in einer Service-orientierten Architektur flexibel und einfach kombiniert werden können.

Um die Anforderungen an die zukünftigen Module noch klarer zu fassen, wurden in Form von Flexibilitätsszenarien konkrete Situationen beschrieben, in denen die Technologiekomponenten bestehen müssen, z.B. die Verwendung einzelner Technologiekomponenten in anderen Produkten als smart FIX.

Ausgehend von diesen Anforderungen an zukünftige Module wurde die Identifikation von Modulen vorgenommen. Dazu wurde ein kombinierter Ansatz verwendet: Einerseits wurden top-down Zielmodule identifiziert, die logisch kohärent und einzeln verwendbar sind. Andererseits wurde bottom-up die existierende Implementierung mit Hilfe des Fraunhofer SAVE-Tools und einer auf MS Access basierenden Lösung analysiert, um herauszufinden, welche Codeteile zu den Zielmodulen passen und welche existierenden Beziehungen im Source-Code derzeit die Modularisierung verhindern. Dieses Vorgehen wurde mehrfach iteriert, um zu einer möglichst guten Zuordnung von Code-Teilen zu Modulen zu kommen. Als Resultat wurden Zielmodule wie Klassifikation, Extraktion, ImageProcessing oder CommonTools identifiziert.

Basierend auf der Identifikation von Modulen wurde dann beispielhaft für das Modul Klassifikation eine weitergehende Isolation des Moduls durchgeführt. Dazu wurden die existierenden Relationen tiefergehend analysiert und Probleme bei der Isolation des Moduls Klassifikation identifiziert und gelöst. Das Ergebnis ist eine ausführliche Definition der Schnittstellen für das Modul Klassifikation, sowohl angebotene als auch verwendete Schnittstellen. In diesem Zusammenhang wurden auch Übergabeparameter, Entscheidungen zur Zustandslosigkeit von Services, der Konfiguration von Services und der groben internen Strukturierung des Moduls getroffen.

Abschließend stellt das Dokument die bisher identifizierten Schritte auf dem Weg zur tatsächlichen Umsetzung der Modularisierung in der Insiders Code-Basis dar.

Dieses Dokument bietet einerseits die konkreten Ergebnisse der Modularisierung von smart FIX, beschreibt aber zu den einzelnen Schritten auch immer das Vorgehen, das sich in ähnlicher Form auch für andere Systeme anwenden lässt. Das Vorgehen basiert auf der Architekturmethode ACES des Fraunhofer IESE und setzt sowohl Modellierungstools wie Enterprise Architect als auch Reverse Engineering Tools wie Fraunhofer SAVE ein.

Den vollständigen Bericht zum Transferprojekt mit Insiders Technologies GmbH können Sie hier herunterladen: Download Report